Club
Ehrenmitglied Arnold Reker

Liebe Clubmitglieder, liebe Tennisfreunde, sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist mir eine große Ehre und Freude heute die Laudatio für Arnold Reker halten zu dürfen, dem hier und jetzt die Ehrenmitgliedschaft verliehen wird. Aber blicken wir doch einmal 40-50 Jahre, aber insbesondere auf seine 21 jährige Vorstandstätigkeit als 1. Vorsitzender zurück.arnold

Arnold Reker, Jahrgang 46, wie man hier so sagt, „ne echt Blieshemer Jong“, hatte mit 15 Jahren die ersten Kontakte mit der Sportart Tennis, denn vom Brühler Gymnasium war es nicht weit zur Brühler Tennisanlage des THC am Wasserturm, der 1961 gegründet wurde. Hier spielte er bis zum Studium und Bundeswehrzeit. Nach dieser Zeit lotste ihn ein Sportkamerad zum Tennisclub Burg Kendenich, der ebenfalls 1961 gegründet wurde.
Danach wechselte er zum TCL Liblar, wo er bereits damals in der 1. Verbandsliga spielte. Aber Liblar genügte ihm nicht und trat gleichzeitig am 10.01.1979 dem Tennisclub Bliesheim bei. Auch das schien ihm nicht genug zu sein, und wurde auch Mitglied im Tennisclub GW Frechen. Sicherlich hat er mit dem GW Frechen in der Herren 35 Mannschaft seine größten sportlichen Erfolge errungen. Aber der Matchball zur Regionalliga konnte die Mannschaft damals leider nicht verwerten.
In 3 Vereinen aktives Mitglied zu sein ist schon bemerkenswert, aber an diese Zeit erinnert er immer wieder gerne, in 3 Vereinen Clubmeisterschaften zu spielen, dass war schon Stress für ihn, denn Arnold Reker ist nie ein Vielspieler gewesen. Apropos Clubmeisterschaft. Nicht nur in einer Konkurrenz wurde er häufig Clubmeister, sondern sehr oft in allen Konkurrenzen. (Einzel, Doppel und Mixed)

Ich persönlich lernte Arnold Reker 1973 in Bliesheim kennen. Im Laufe dieser Zeit entwickelte sich daraus eine Freundschaft, nicht nur im sportlichen, sondern auch im privaten Bereich. Sportlich gesehen konnte ich ihn nur einmal bezwingen. Nicht im Tennis, nein, sondern im Tischtennis, wo er Freitagsabends einmal beim Training in der Bliesheimer Grundschule erschien. Im Tennis war er kaum zu bezwingen, denn sein Motto, „Wer beim Tennis läuft, ist selbst schuld“ oder „Man muss den Ball einfach nur dahin spielen, wo keiner steht“, praktizierte er sehr erfolgreich in seiner aktiven Tennislaufbahn.

Aber nur aktiver Tennisspieler zu sein, dass war ihm damals zu wenig. Und so wurde er am 16. Januar 1981 in dem damaligen Vereinslokal in der Gaststätte zur Linde zum ersten Mal zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er löste Dr. Wilfried Gerhardt ab, der aufgrund gewisser Vorkommnisse sich nicht mehr für eine weitere Kandidatur zur Verfügung stellte. 5 Jahre lang führte er dann den TCB, und auf der am 17.01.86 stattfindenden Jahreshauptversammlung gab Arnold Reker seinen Rücktritt bekannt. Die Gründe dafür waren private als auch berufliche, die ihn zu diesem Entschluss bewogen hatten. Er möchte zukünftig in Ruhe auf die Anlage kommen, um Tennis spielen zu können, ohne gleich wieder mit Streitigkeiten, Kritik, Organisation, Ärger usw. konfrontiert zu werden. Es gibt Clubmitglieder, so sagte er damals auf der Jahreshauptversammlung, die glauben mit der Entrichtung des Beitrages ihre Pflichten gegenüber dem Club getan zu haben, und anschließend nur noch Rechte zu besitzen.

Danach wurde es ein wenig ruhiger um Arnold Reker. Aber 1991 konnte ich ihn wieder für Vorstandsarbeit begeistern, denn am 5. Juni 1991 trat der Vorstand unter Vorsitz von Herrn Dr. Gerhardt auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung zurück und Arnold Reker wurde wieder 1. Vorsitzender. Was er sicherlich damals nicht ahnen konnte, dass daraus 16 Jahre werden würden. 16 Jahre erfolgreiche Arbeit. Die Liste seiner Verdienste im Zusammenhang mit den damaligen Vorstandsmitgliedern ist lang und imponierend und daher möchte ich mich auf die Highlights konzentrieren:

  • 1984 Erweiterung des Clubhauses
  • 1993 Compaq DTB-Cup, dem heutigen bob-Open-Turnier. Start der bisher erfolgreichsten Turnierserie beim TCB
  • Ausgezeichnete Pressarbeit, denn noch nie stand der Name TC Bliesheim so oft in den lokalen Zeitungen, bis hin zu bundesweiten Magazinen wie Tennis Revue, Deutsche Tenniszeitung usw., was letztendlich dem Clubimage und nicht zuletzt der Mitgliederwerbung sehr zugute kam
  • 1996 wurde der Tennisclub Bliesheim 20 Jahre alt und der Club wurde in Tennisclub Rot-Weiß Bliesheim umgenannt. Eine weitere gelungene Veranstaltung hatte man am 30.06.96 vorbereitet. Von 11.00 bis 18.00 Uhr waren alle Erftstädter Bürger eingeladen, sich einmal beim TCB umzusehen. Es wurde etwas geboten um und auf den Plätzen, nicht nur Tennis war angesagt, sondern viele Aktionen und Attraktionen für jung und alt. Das Interesse der Jugendlichen an diesem Tag der offenen Tür war enorm und sage und schreibe 55 neue Mitglieder konnten für den TCB gewonnen werden.
  • Einführung der so genannten Vorstandsklausurtagungen, wo jeweils die Weichen für die
    nächsten Jahre gestellt wurden.
  • 2000 Erweiterung der Clubanlage, ein weiterer Meilenstein wurde geschrieben. Der 1. Bürger der Stadt, Ernst-Dieter Bösche sagte in seiner Rede, in die Jugend zu investieren sei die beste Präventationsmaßnahme die er sich vorstellen kann. Die Entscheidung, dieses 200.000,-- DM teure Projekt mit 50.000,-- DM zu bezuschussen, sei der Stadt leicht gefallen.
  • Arnold Reker hat den Leistungssport und Spitzentennis in Erftstadt populär gemacht. Wer hätte sich vor Jahren in Bliesheim träumen lassen, dass die 1. Herrenmannschaft einmal in der Oberliga spielen würde, keiner. Im Jahr 2000 war es soweit, ein grandioser Weg von der 1. Kreisliga 1993 bis hin zur Oberliga.
  • 2002 „Number one“ bundesweit in punkto Mitgliederwerbung. Arnold Reker und Karl Krakow konnten diese große, mit 2000,-- DM dotierte Auszeichnung für den Club in München persönlich entgegen nehmen.
  • 2004 war sicherlich der bisher sportlichste Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Die 1. Herrenmannschaft wurde TVM-Meister und somit konnte der TCB die Ausrichtung der
    Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga auf der eigenen Anlage ausrichten. Es war ein grandioses Wochenende, nicht nur für den TCB.

2004 war auch das Jahr, wo er aus gesundheitlichen Gründen Abschied nahm vom aktiven Tennissport. Mit ihm in einer Mannschaft zu spielen, dass war schon ein schönes, sicheres Gefühl. Mit der damaligen Herren 50 Mannschaft mit dem legendären ocho uno Schlachtruf gelang fast der Aufstieg in die Oberliga, aber das entscheidende Spiel wurde knapp mit 4:5 auf der eigenen Anlage verloren.

Wer Arnold Reker näher kennt, der weis, dass er sehr spontan reagiert. Vielleicht nicht in jeder Situation angebracht, aber 21 Jahre Vorstandsarbeit haben aber gezeigt, dass man nur so erfolgreich sein kann.

Ich persönlich bedauere seinen vorzeitigen Rücktritt in 2007 sehr, akzeptiere ihn aber, denn, so wie er selbst sagt, wenn die Begeisterung nachlässt und man sich mit vielen Trends der heutigen Gesellschaft nicht mehr identifizieren kann, dann soll man aufhören. Es waren schöne und erfolgreiche Zeiten, die ihm viel Spaß bereitet haben und die auch sicherlich ein großer Teil seines Lebens waren. Er sagt nach 21 Jahren als Funktionär dem TCB auf Wiedersehen. Beim TVM ist aber er weiterhin als Funktionär im Bereich Senioren- und Breitensport tätig.

Lieber Arnold, wir beide haben sehr viele Jahre eng zusammengearbeitet, so eng, dass wir uns gelegentlich wie ein «altes Ehepaar» vorgekommen sind, man weiß manchmal nicht, wie der eine auf das gekommen ist, was der andere selber gerade gedacht hat.

Sehr geehrte Damen und Herren, das war ein kleiner Rückblick über Arnold Reker, der sehr tiefe Spuren seines Wirkens beim TCB hinterlassen hat und daher wirst Du beim TCB immer ein zu Hause haben.

In Dank seiner besonderen Verdienste und unermüdlichen Einsatz für unseren Verein ernennen wir hiermit Arnold Reker zum Ehrenmitglied des TCB.

Stephan Bergerhausen, Erftstadt, den 15. September 2007